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Die Wissenschaft hinter dem Regal

100 Menschen sehen Ihren Wein. Einer bleibt.

Zwischen dem ersten Blick im Regal und dem treuen Stammkunden verlieren Sie 99 von 100. Wo genau — und warum — das passiert, ist erstaunlich gut erforscht. Hier ist, was die Studienlage sagt.

100 Menschen sehen Ihren Wein — der Trichter vom ersten Blick zum Stammkunden
Die fünf Stufen
76%

der Kaufentscheidungen fallen erst im Laden — direkt vor dem Regal.

POPAI Shopper Engagement Study, 2012
72%

sagen, das Verpackungsdesign beeinflusst, was sie kaufen.

Verbraucherbefragung USA, 2018
73–85%

der Entscheidungen entstehen am Point of Sale — das Design ist oft der einzige Unterschied.

Klimchuk & Krasovec, 2021
Der Trichter, Stufe für Stufe

Aus 100 Blicken wird ein Stammkunde. Was an jeder Stufe passiert.

100
sehen ihn.
Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit ist kein Zufall, sondern Gestaltung. Im Regal konkurriert Ihre Flasche mit hunderten anderen — und die Forschung ist eindeutig: Ein Produkt wird nur in Betracht gezogen, wenn es im Wettbewerb der visuellen Reize sichtbar heraussticht.

Wer nicht auffällt, existiert für die Kaufentscheidung nicht.

Quelle: Gofman et al., 2009 · POPAI, 2012
60
beachten ihn.
Wahrnehmung

Der Blick folgt dem Bild, nicht dem Text. Eye-Tracking-Studien zeigen, dass die Blickbewegung ein verlässlicher Prädiktor für Präferenz ist — und dass visuelle Reize den Blick deutlich stärker binden als geschriebene Information. Entschieden wird in Millisekunden, lange bevor jemand das rückseitige Etikett liest.

Das Auge bewertet, bevor der Kopf liest.

Quelle: Laeng et al., 2016 · Eye-Tracking-Studie, Emerald 2023
20
nehmen ihn in die Hand.
Interesse

Die Hand entscheidet vor dem Kopf. Der Griff zur Flasche fällt häufig, bevor rationales Abwägen überhaupt einsetzt. In diesem vorrationalen Moment wirkt die Verpackung als „stiller Verkäufer“ — sie argumentiert für Wertigkeit, ohne ein einziges Wort zu sagen.

Wer in die Hand genommen wird, ist halb verkauft.

Quelle: Retail-Psychologie · Silayoi & Speece, 2007
5
kaufen ihn.
Kauf

Design schmeckt man. Laborstudien in Deutschland und Australien belegen, dass Etiketten-Gestaltung die erwartete — und sogar die tatsächlich empfundene — Geschmackswahrnehmung verschiebt. Damit verändert das Design direkt Qualitätsurteil und Zahlungsbereitschaft.

Ein gutes Etikett rechtfertigt einen höheren Preis.

Quelle: „Judging a book by its cover“, 2019 · Orth & Malkewitz, 2008
1
wird Stammkunde.
Loyalität

Wiedererkennung schlägt Überredung. Konsistentes Design baut Vertrauen auf, und Vertrauen wird im Wein-Regal direkt zu Loyalität. Aus einem guten ersten Eindruck wird eine Marke, die man wiederfindet, erneut kauft — und weiterempfiehlt.

Der eine treue Kunde ist das Ergebnis aller vier Stufen davor.

Quelle: Carter & Lupo, 2017
Was wir daraus machen

Wir gestalten den Moment, in dem entschieden wird.

01
Etikett & Packaging

Eine eigenständige visuelle Sprache für die Flasche — die im Regal heraussticht und in der Hand nach mehr verlangt.

02
Marke & Positionierung

Wir schärfen, wofür Ihr Wein steht — und übersetzen es in ein konsistentes Bild über alle Berührungspunkte hinweg.

03
Regal- & Kampagnen­wirkung

Vom Point of Sale bis zur Social-Kampagne: Auftritte, die nicht nur gefallen, sondern messbar zu Entscheidungen führen.

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orelunited.de · Stuttgart
Quellen
  • POPAI (2012). Shopper Engagement Study. Point of Purchase Advertising International.
  • Klimchuk & Krasovec (2021). Packaging Design. Wiley.
  • Laeng et al. (2016). Eye-Tracking & Pupillometry of Label Design.
  • Orth & Malkewitz (2008). Holistic Package Design & Brand Impressions. J. of Marketing.
  • Silayoi & Speece (2007). The Importance of Packaging Attributes. EJM.
  • „Judging a book by its cover“ (2019). Wine Label Design & Product Perception.
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